CAFADIS LichtFeld Objektiv Prototyp

Der CAFADIS LichtFeld Objektiv Prototyp wurde an der Universität von La Laguna, Spanien, und dem Institute für Astrophysik der Kanarischen Inseln, Spanien, entwickelt. CAFADIS war ursprünglich für optische Wellenfront- und Entfernungsmessungen gebaut und optimiert (CAFADIS ist das spanische Akronym für “Phasen-Distanz Kamera”).
Der plenoptische Prototyp besteht aus einem Linsen-Mikrolinsen-System das “jede herkömmliche 2D Kamera (spiegellose DSLR Kameras) in eine 3D LichtFeld Kamera” erweitert. Er besteht aus einem 30 x 17 mm Raster aus 510.000 Mikrolinsen mit einem Durchmesser von ca. 100 Mikrometer, und wurde bereits mit Kameras wie der Olympus E-P1 oder der RED One High-End Videokamera verwendet.

CAFADIS LichtFeld Objektiv Prototyp CAFADIS LichtFeld Objektiv Prototyp mit einer Olympus E-P1 Kamera CAFADIS LichtFeld Objektiv Prototyp mit einer RED One Videokamera (Foto: Jacques Mezger) CAFADIS LichtFeld Objektiv Prototyp mit einer RED One Videokamera

Neuere Entwicklungen (2010) führten zu einem neuen Algorithmus, der hochqualitative 3D-Bilder und -Videos mit einer Auflösung oberhalb von Full-HD (1920 x 1080 px) ausgibt.
Laut Projektkoordinator José Manuel Rodriguez-Ramos können mit dem Prototypen bis zu 200 Multi-Stereo Ansichten in 24 verschiedenen Fokusebenen produziert werden.

Der CAFADIS Prototyp wurde in Verbindung mit einem speziell angefertigten Unterwasser-Gehäuse im Roten Meer getestet und ermöglichte die ersten Unterwasser-3D LichtFeld Aufnahmen der Welt. LichtFeld Technologie löst das typische Problem der Lichtbrechung bei Unterwasseraufnahmen, die durch den Wechsel vom gasförmigen ins flüssige Medium auftritt.

Der CAFADIS Prototyp wurde in Verbindung mit einem Unterwasser-Gehäuse getestet und ermöglichte die ersten Unterwasser-3D LichtFeld Aufnahmen der Welt (Foto: Vincent Kneefel) Der CAFADIS Prototyp wurde in Verbindung mit einem Unterwasser-Gehäuse getestet und ermöglichte die ersten Unterwasser-3D LichtFeld Aufnahmen der Welt (Foto: Jacques Mezger)

Erste astronomische Beobachtungen mit einem plenoptischen Sensor: Die Mond-Oberfläche (Foto: ULL/CAFADIS) Ein ähnliches optisches Design wurde erfolgreich im Bereich der adaptiven Optik (Astrophysik) eingesetzt: CAFADIS ermöglicht die Korrektur von Aberrationen durch atmosphärische Turbulenz, die bei astronomischen Aufnahmen mit Teleskopen auf der Erde auftreten, und kann zum Erstellen von dreidimensionalen Wellenfront-Karten und tatsächlichen Tiefenkarten verwendet werden.

Quellen und Bilder: via, via, via, via, via, via, via, via

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